WEINGUT HEINRICH / SILVIA HEINRICH

 

Silvia Heinrich ist Winzerin aus Berufung – der Blaufränkisch, den sie mit viel Feingefühl vinifiziert, ist ihre Leidenschaft. Ihre hochkarätigen Weine begeistern Fans und Weinwelt.

Auch wenn das Logo der Etiketten ein J. Heinrich zeigt, das für ihren Vater Johann steht, das Sagen am Weingut hat seit mehreren Jahren Silvia Heinrich, und das mit großem Erfolg. Mit viel Konsequenz hat sie sich einen gewichtigen Namen gemacht für Weine, die aus den erstklassigen Rotweinlagen, etwa Goldberg, Hochberg oder Siglos rund um Deutschkreutz stehen. Wobei sich der Blaufränkisch zum vielgelobten Liebkind und Vorzeigerebsorte der zweifachen Mutter entwickelt hat – 80% der Weingärten sind mittlerweile „Blaufränkischland“.

Der Ausbau aus verschiedenen Lagen erfolgt von eleganten Spielarten bis hin zu mineralischen, intensiven und kräftigen Rotweinen. „Ich bin angekommen und mache das, was mich ausmacht. Mit meinen Weinen möchte ich andere daran teilhaben lassen. Dabei setze ich auf die Schätze, die wir vor der Haustüre haben“, meint die sympathische Winzerin. „Unsere Lagen und die Region, in der wir leben und arbeiten sind Gründe genug, um eine konsequente Entscheidung zu treffen. Seit 2009 setzen wir ausschließlich auf Rotwein. Wir vinifizieren den Blaufränkisch in sieben Variationen.“

Dank naturnahem und nachhaltigem Anbau wachsen die Rebstöcke in einem stabilen, robusten Gleichgewicht unter pannonischem Klimaeinfluss, nahe dem Neusiedler See. Die Trauben werden händisch geerntet und sortiert, die Gärung erfolgt spontan. Silvia’s Motto lautet „weniger ist mehr“. Wenige ausgewählte Rebsorten, naturnaher Anbau, Silvia verzichtet auf Insektizide und Herbizide. Es werden keine Tannine und keine Reinzuchthefen verwendet, es gibt keine Orange-Weine und keine Amphoren. Im Gegenteil. Ziel ist, dass sich die Heimat – das Blaufränkischland – in den Weinen widerspiegelt.

Keine andere Sorte transportiert ihre Heimat so sehr wie der Blaufränkisch – und das ist es, was Silvia mit ihren Weinen vermitteln möchte: die Herkunft. Das sind die Zutaten, aus denen kompromisslose Qualität in der Flasche entsteht. Qualität, die anerkannt wird. Weine, die Genuss verbreiten und Lust auf mehr machen!

terra o., elegy oder Cupido heißen die Zugpferde, die regelmäßig für Auszeichnungen sorgen. „terra o.“, die Parade-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah besticht durch Kraft und Würze gepaart mit intensiver Frucht. Cabernet Sauvignon und Merlot bringen ihre Aromen im „elegy“ zum Ausdruck. Der „Cupido“ vereint als reinsortiger Blaufränkisch mineralische Noten, rauchige Würze, feine Tannine, dunkle Früchte.

„Wenn man das, was man macht, gerne macht, dann kommt der Erfolg von selbst“, meint Silvia bescheiden. Und wenn etwas Zeit bleibt, dann genießt sie selbst gerne ein Glas Wein: „Am liebsten in Gesellschaft von Freunden“, so die erfolgreiche Blaufränkisch-Lady.

Daten und Fakten:

  • 37 Hektar Rebfläche
  • 75-80 % Blaufränkisch
  • Weingut im Urbarinum von Maria Theresia 1767 erstmals urkundlich erwähnt
  • wichtigste Lagen: Goldberg (der älteste Teil wurde im Hochzeitsjahr von Silvia’s Großeltern 1947 gepflanzt), Hochberg, Neuberg, Mitterberg, Siglos, Fabian, Weisses Kreuz, Kart
  • weitere Rebsorten: Zweigelt, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah
  • 25% Export

 

 Meine Weingärten.
„Weingärten sind für mich wie Kinder. Und wie Kinder möchte ich sie begleiten, unterstützen und mein Bestmögliches für sie tun. Nur so können sie sich entfalten, ihre Persönlichkeit entwickeln und ihr volles Potenzial ausschöpfen. Die Arbeit mit der Natur erfordert Geduld, Gelassenheit und immer auch ein Stück weit Demut.“ (Silvia Heinrich)

Riedenkarte-DRUCK2

Die Lagen.

Altes Weingebirge: Goldberg, Hochberg, Siglos, Fabian, Satz, Neuberg, Mitterberg: Fruchtbare Lehmböden mit hohem Kalkanteil.  Hier gedeihen unter idealen Bedingungen unsere Sorten Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot und Syrah.
Weisses Kreuz:  Schottriger karger Boden. Mineralisch und kalkhaltig.  Ideal für unsere Diva Pinot Noir.
Kart:  Sandige steinige Böden mit starker Sonneneinstrahlung. Eine „heiße“ Lage“ für unseren Cabernet Sauvignon.

Das Klima.

Unsere Weingärten werden von der Buckligen Welt im Westen, dem Ödenburger Gebirge im Norden und dem Günser Gebirge im Süden von den kalten Winden geschützt. Richtung Osten geöffnet kann aus der pannonischen Tiefebene warmer und trockener Wind ungehindert einströmen. Der Neusiedlersee spielt eine wesentliche temperaturregulierende Rolle. Kalte, schneereiche Winter und heiße trockene Sommer sind typisch für unser Gebiet. Die Niederschlagsspitzen liegen im Juni und fallen dann kontinuierlich ab. Verglichen mit Bordeaux und Burgund sind die Niederschläge im September und Oktober, also zur Lesezeit, deutlich geringer und begünstigen damit einen gleichmäßigeren Reifeverlauf.

Der Boden.

Unsere tiefgründigen Böden besitzen eine große Wasserspeicherfähigkeit, das wirkt sich vor allem in trockenen Jahren sehr positiv auf die Qualität aus. Es überwiegen kalkhaltige Böden mit lehmigen, sandigen und schottrigen Anteilen.


Die Geologie.

An den Südhängen des Ödenburger Gebirges stehen die Reben auf Festgesteinen des Ostalpins, auf sauren Schiefern, Paragneis und Grobgneis. Gegen das Becken zu folgt eine Decke aus groben, kristallinen Schottern, die wiederum von lockeren, teilweise schwach verfestigten quarzreichen Sanden überlagert wird. Sie gehören bereits zur Meeresentwicklung der inneralpinen Becken am Alpenostrand, die vor etwa 16 Millionen Jahren begann.

Beckenwärts Richtung Südosten werden die Sedimente immer feinkörniger, bis zu schluffig-tonigen und fast rein tonigen Ablagerungen, wie sie nur aus dem Mittelburgenland bekannt sind. Diese feinen Ablagerungen zeigen stark wechselnden Karbonatgehalt, sie können auch gänzlich kalkfrei sein, und führen lokal Anreicherungen von Eisen in Form von Toneisenstein und Limonitknollen. Kieslagen kommen innerhalb dieser Sedimente vor, aber auch als Bedeckung in Form von Leisten pleistozäner Terrassenreste. Im östlichsten Teil des Weinbaugebietes dominieren Reblagen auf Löss- und Staublehm, der wiederum einerseits auf Terrassenschottern oder auf den feinkörnigen Ablagerungen des Pannon Sees liegt.

 

Blaufränkisch

Herkunft.

Vermutlich reicht der Ursprung der Sorte Blaufränkisch bis ins 10. Jhdt. zurück. Kaiser Karl der Große (742-814) hat in seinem Reich zahlreiche Reformen durchgeführt. Weniger bekannt ist, dass er auch den Weinbau reformierte. Unter anderem ordnete er eine Selektion der Rebsorten an. Minderwertige, die als „hunnisch“ oder „heunisch“ bezeichnet wurden, weil sie aus östlichen Ländern mit niedriger Rebkultur stammten, ließ er aussondern. Die wertvolleren Reben wurden den fränzösischen Sorten gleichgesetzt und „fränkisch“ genannt. Blaufränkisch hat jedenfalls nichts mit Franken zu tun, wo die Sorte übrigens nicht vertreten ist. Vielmehr handelt es sich um das Ergebnis einer positiven Rebselektion von heimischen und fränkischen Rotweinsorten, die möglicherweise bereits gegen Ende des 10. Jhdts. nach Österreich kam. Wer die Eltern sind, ist jedoch nicht bekannt. Schriftliche Hinweise auf die Sorte findet man in Österreich ab dem frühen 18. Jhdt. Damals war noch von der „Schwarzen Fränkischen“ die Rede. In der Slowakei und in Tschechien wird sie Frankovka genannt, Kékfrankos in Ungarn, Crna Francova in Kroatien, Franconia in Italien. Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Sorte unter dem Namen Limberger oder Lemberger auch in Deutschland heimisch. Beide Bezeichnungen verweisen auf eine alte österreichische Abstammung. Aus Lemberg in der Untersteiermark (Slowenien) wurden 1877 Blaufränkische als Lembergerreben nach Deutschland exportiert. Der zweite Name verweist auf die kleine Ortschaft Limberg bei Maissau, wo am Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls „wurzelechte Limberger-Reben“ zum Verkauf angeboten wurden. Noch heute halten sich die unterschiedlichen Bezeichnungen, obwohl die „Ampelografische Commission“ bereits 1875 den Namen „Blaufränkisch“ für diese Rebsorte fixiert hatte.

Geschmacksbild.

Der typische Geschmack eines jungen Blaufränkischen wird von einer starken Brombeernote dominiert, aber auch Aromen von Kirschen, Schwarzbeeren, Weichseln, Dörrobst, Zwetschken und würzigen Anklängen, die an Kräuter und Minze erinnern. Mit zunehmendem Alter bleibt zwar die Brombeere weiter im Vordergrund, aber die Aromen von Dörrobst, Rumtopf verstärken sich, ebenso wie der würzige Charakter. Blaufränkisch besitzt eine farbintensive, dunkle rubinrote Farbe.

Gesundheit.

Jahrelange Forschungen haben ergeben, dass die Polyphenole und das Resveratrol im Rotwein eine antioxidtive Wirkung aufweisen.  Vor allem in Hinblick auf Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs kommt diesen Stoffen Bedeutung zu. Im Blaufränkisch wurde der höchste Resveratrol-Gehalt im internationalen Vergleich gemessen. Auch andere Polyphenole wie Tyrosol und Catechin sind in vergleichsweise hohen Konzentrationen vertreten, wobei der Gehalt in Blaufränkisch höher ist als im Zweigelt.

WEINLOUNGE

Wir laden Sie herzlich zu einer Verkostung unserer Weine ein. Unsere Weinlounge ist von Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr für Verkostungen für Sie geöffnet.

Bitte rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Nachricht, damit wir sicher für Sie da sind.
Tel. +43 2613 89615 oder office@weingut-heinrich.at

Wir freuen uns auf Sie!

Familie Heinrich & Team